Ein ganz liebes Buch

hat er geschrieben, der Lübecker Hirnforscher Prof. Dr. Achim Peters. Mit dem Titel "Mythos Übergewicht" und der Unterzeile "Warum dicke Menschen länger leben".

Endlich mal einer, der uns Übergewichtige nicht gleich als sozial tiefer stehend abstempelt. Endlich mal einer, der uns lieb in die Arme nimmt, der doch tatsächlich behauptet: "Diäten machen dick, alt, impotent und sind gefährlich! Außerdem leben dicke Menschen länger."

Na endlich! Es wurde wirklich Zeit, dass ein ernsthafter Forscher dem Schlankheitswahn der heutigen Zeit entgegentritt.

Es wurde Zeit, all die schlanken Manager, ob von den großen Verlagen (Springer) oder aus den großen Banken (Deutsche Bank) als das zu entlarven, was sie sind: Impotent und gefährlich. Ahh, ja.

Wohl verstanden: Das hier ist alles kein verspäteter Aprilscherz. Das alles ist ernst. Sogar tot-ernst. Über die Fakten – nicht die gnädigen Wohlfühl-Lügen – über die Fakten informieren Sie sich bitte unter den News vom 21.11.2012.

PS: Gab's da nicht mal einen Herrn Newton? Der da so etwas Merkwürdiges über die Schwerkraft herausgefunden hat? Tatsächlich leiden 20 Millionen Deutsche an Arthrose. Leiden! Und Hauptursache für Arthrose – so lese ich in einem neuen Büchlein – ist das Gewicht. Übergewicht. Also die Schwerkraft. Vielleicht sollte Prof. Peters sich doch mal mit diesem Wort beschäftigen?

Arthrose würde ich ja noch hinnehmen. Aber nicht Krebs. Nachdem unser Prof. Wiestler, Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg, zum Weltkrebstag 2012 aufgeklärt hat: Nicht mehr Nikotin, sondern Übergewicht ist Risikofaktor Nummer 1 für Krebs.

Die Debatten über Gewicht oder Übergewicht kann man sehr leicht und prägnant beenden: 100-jährige in Deutschland (Berliner Studie) haben einen durchschnittlichen BMI von 21,0. Und die 100-jährigen auf Okinawa haben zeitlebens einen BMI zwischen 18 und 22. Gleiche Aussage.

Wie war das? Prof. Peters? Dicke Menschen leben länger?

Sie merken schon: Manchmal muss ich mich sehr, sehr zusammenreißen.