Ihre Gesundheit hängt vor allem von der Aktivität ihrer Gene ab. Es gibt Gene, die besser ausgeschaltet bleiben. Werden sie aktiv, nehmen Entzündungsreaktionen zu. Und es gibt Gene, die besser angeschaltet bleiben, weil sie die Bildung neuer Immunzellen fördern. Das stärkt das Immunsystem. Das sind nur zwei Beispiele von Tausenden.
Welche Gene an- oder ausgeschaltet sind, liegt an ihrem Lebensstil.
Liegt vor allem an einer Handvoll essenzieller Nährstoffe.
Das An- und Ausschalten der Gene erfolgt, indem sich kleine Moleküle an die DNA anlagern. Sie heißen Methylgruppen. Je mehr Methylgruppen sich an einem Gen befinden umso stummer ist es. Die Informationen dieses Gens werden nur noch selten zur Steuerung der Abläufe im Organismus genutzt. Je weniger Methylgruppen sich an einem Gen befinden umso aktiver ist es und einen um so größeren Einfluss hat es darauf, was im Organismus passiert.
Damit schädliche Gene auf stumm geschaltet werden, müssen genügend Methylgruppen zur Verfügung stehen. Der wichtigste Methyldonor, so heißt ein Molekül, welches seine Methylgruppe abgibt, ist SAM (S-Adenosylmethionin). Es entsteht im Methylstoffwechsel. Damit er funktioniert müssen eine Reihe von Nährstoffen in ausreichender Menge vorhanden sein. Und zwar:
Methionin, eine essenzielle Aminosäure
Folsäure, auch Vitamin B9 genannt
Vitamin B2
Vitamin B6
Vitamin B12
Cholin. Dieser Stoff gilt als semiessenziell, da ihn der Organismus bei einer guten Versorgung mit Aminosäuren, insbesondere mit Lysin und Methionin, selbst herstellen kann. Cholin kommt natürlicherweise in hoher Konzentration in Eier und Leber vor.
Betain, ist ein Oxidationsprodukt des Cholins. Betain kommt vor allen in Gemüse wie Spinat und roter Beete vor.
Wenn es Ihnen an einem oder mehrerer dieser Nährstoffe mangelt, können Gene angeschaltet werden, die Ihrer Gesundheit schaden. Ich messe durchweg niedrige Methionin-, Folsäure- und Vitamin-B12-Spiegel. Mir grauts immer, wenn ich daran denke, was das für ihre Gesundheit bedeutet.
So weit muss es nicht kommen. Lassen Sie Ihre Werte in einem Labor untersuchen und füllen Sie bei Bedarf auf.
Quelle: Kadayifci FZ, Zheng S, Pan YX. Molecular Mechanisms Underlying the Link between Diet and DNA Methylation. Int J Mol Sci. 2018;19(12):4055.
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