40 Jahre Rheuma

Artikel #551 vom 31.12.2012


Sie sei verzweifelt. Sie wisse nicht mehr weiter. Seit 40 Jahren hätte sie nun Rheuma, also wechselnde, leider sehr starke Gelenkbeschwerden mit starker Anschwellung. Sei schon bei soooo vielen Ärzten, so oft im Krankenhaus gewesen. Nichts würde helfen.

Natürlich nicht. Schulmedizin ist Resignationsmedizin.

Alles sei an ihr ausprobiert worden. Rheumatabletten, vielfache Schmerztabletten, natürlich auch Cortison, natürlich auch Metothrexat (ein Chemotherapeutikum). Nur leider kämen die Schmerzschübe, die Schwellungen immer wieder. Nun ja: Genauso habe ich an der Universität Medizin gelernt. Und genauso habe ich an der Universität Patienten ...behandelt. Keinesfalls geheilt.

Was tut der wissenschaftlich denkende Arzt? Er misst. Was tut der Molekularmediziner? Er misst. Also haben wir gemessen. Selbstverständlich auch banale Dinge wie den hochpositiven Rheumafaktor. Und banale Dinge wie Entzündungsfaktoren, die leider, leider massiv erhöht waren. Passt zu den Schmerzen. Gemessen haben wir aber eben auch

das Aminogramm.

Also die Bausteine des Immunsystems. Überraschendes Ergebnis: Exzellent. Tadellos. Völlig in Ordnung. Wissen Sie was das bedeutet? Bedeutet, dass der Körper, auch das Immunsystem im Kerne gesund und stabil ist. Dass die „Krankheit“ eher oberflächlich ist. Nicht tief in der Körperchemie verwurzelt. Etwas außerordentlich positives. Habe ich der Patientin natürlich erzählt. Was glauben Sie wohl, was dieser nachweisliche Fakt nicht nur im Bewusstsein, sondern auch im Unterbewusstsein der Patientin bewirkt?

Natürlich gab es Mängel. Massive Abweichungen. Also viel zu tiefe Vitaminspiegel, viel zu wenig Selen, ein wesentlicher Schutz vor Entzündung und Krebs. Praktisch kein Zink, was dieser Körper gebracht hätte, um aus den Aminosäuren auch wirklich ein kompetentes Immunsystem aufzubauen usw. usw. Der Leidensdruck was so groß, dass diese Patientin jedenfalls die vielen, vielen Kapseln zuverlässig geschluckt hat.

Dann kam der entscheidende Moment: Die Kontrolluntersuchung. Schon beim Betreten des Sprechzimmers ein völlig anderer Mensch. Der mir von ihrem "völlig anderen Lebensgefühl" einem eher glücklichen Schweben berichtet hat. Sie hätte keine Angst mehr. Sie hätte kaum noch Schmerzen. Nur noch gelegentlich ab und zu ein Zwicken. 40 Jahre seien praktisch auf den Kopf gestellt. 40 Jahre!

Und die Blutanalyse? Keinerlei Entzündungszeichen mehr. Der angeblich genetische Rheumafaktor abgesunken. Viel bessere Vitaminversorgung, viel, viel höheres Wachstumshormon, der sogenannte Jungbrunnen.

Weshalb die letzte Bemerkung so wichtig war? Weil Wachstumshormon linear gekoppelt ist mit der Länge der Telomere. Ein direktes Maß für Lebensdauer, aber eben auch Gesundheit der einzelnen Zelle.

Dieser Körper hat sich nicht nur subjektiv, sondern auch objektiv dramatisch verändert. Jetzt könnte man sagen: 40 Jahre unnötiges Leid. Sagen wir lieber: Ab jetzt beginnt ein neues, ein fröhlicheres Leben.

Molekularmedizin. Das Ende der Resignationsmedizin.