ICH HASSE ZENSUR

Artikel #820 vom 10.10.2016


Bitte erlauben Sie mir, Ihnen wieder einmal einen Dankesbrief wörtlich auszudrucken (ist immer ein wenig peinlich. Wäre Ihnen auch). Diesmal aber wegen des überraschenden Schlenkers am Schluss. Na, dann mal los:

„Jetzt möchte ich auch an dieser Stelle danke sagen. Seit über 10 Jahren sind Ihre Bücher bei mir. Ich komme aus einer Rheumafamilie. Und hatte immer die Angst: Mit 40 bin ich dran.

Seit ich 36 bin ist Nahrungsergänzung in unserer Familie. Ich durfte immer ein besseres gesünderes Leben dadurch haben. Jetzt bin ich demnächst 53.
Keiner hat irgendwas, no carb, Energie ohne Ende, laufen, Kraftsport… Action, NEM.
Und das Größte: Meine Kinder, die ich jeden Morgen mit Ihren News quäle- und ich dachte, das kommt nicht so an, weil sie manchmal genöhlt haben:

Mitte April, als ich lesen musste, dass alle News gelöscht werden, verschwand mein 18-jähriger in seinem Zimmer. Als ich dann irgendwann da mal hochmusste, saß er vor Ihrer Seite. Auf die Frage, was er da mache??? ICH HASSE ZENSUR. Mama ich hab Dir das alles kopiert.

In schlichten Worten wird hier das Ziel meiner Tätigkeit beschrieben: Der Wunsch nämlich, dass jeder von Ihnen selbsttätig, selbstverantwortlich durch Lesen all der mühsam gesammelten Information, die ich versuche, populär aufzubereiten, in der Lage ist, sein Leben zu verwalten. Notfalls zu ändern.
Mit dem Ziel, nicht nur gesund zu bleiben (also kein Rheuma!) sondern auch mehr Lebensfreude und Lebensenergie geschenkt zu bekommen.

Wir, besser gesagt die Medizin weiß hier genau Bescheid. Leider in der Regel nicht Ihr überarbeiteter Hausarzt, Ihr Klinikarzt, und schon gar nicht die Universitätsklinik. In welcher ja das „ärztliche Ethos abhandengekommen ist“. Wie wir kürzlich von Frau Professor Schackert, Präsidentin der deutschen Gesellschaft für Chirurgie und Direktorin in der Klinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Dresden erfahren durften. Also aus berufenem Munde.

Wenn der 18-jährige Bub sagt „ICH HASSE ZENSUR“, spricht er uns allen natürlich aus der Seele. Gemeint hatte er das Sperren der molekular-medizinischen website drstrunz.de durch den ärztlichen Bezirksverband. Dem hatte ich ohne Einspruch nachgegeben.

Als ob sich die chinesische Bevölkerung ihren Lesestoff von einem Bezirksverband in Franken vorschreiben ließe. Spiegel-Bestseller wie „Wunder der Heilung“ oder „Blut“ sind in China frei käuflich… um den 18-jährigen Bub lächelnd zu beruhigen.