Artikel #961 vom 18.06.2018
Nehmen wir Herzrhythmusstörungen. Vorhofflimmern. VHF. Eine sehr häufige, unangenehme Form. Deshalb, weil es zu Blutgerinnseln führen kann, die ins Hirn gespült werden und zu Schlaganfall führen. Möchte keiner von uns. Also möchten wir kein VHF. Einverstanden.
Aber wie verhindern? Hat man studiert an einem klugen Modell. An Patienten, die man bereits hatte. Denn VHF, Vorhofflimmern tritt häufiger einmal auf nach Herzoperation. Das erwartet man beinahe, da ist man sehr vorsichtig. Und den Patienten hat man ja im Krankenhausbett.
An diesem „Modell“ wurde also gesucht nach Pillen, nach Tabletten (typisches Denken der Schulmedizin), die diese Herzrhythmusstörungen verhindern würden. Man hat gefunden:
Nicht geholfen haben:
Digitalis, Kalziumantagonisten, Prokainamid, Chinin und Propafenon
Geholfen haben:
VHF wurde reduziert durch
Also ein schöner Erfolg. Nuuuuurrrrr! Die Tabletten durften nicht angewandt werden bei „kranken“ Patienten, also bei Herzfehler, bei Lungenfunktionsstörung, bei langsamem Herzschlag (Betablocker!). Man war also eingeschränkt.
Soweit so gut. Bis man sich an die Natur erinnerte. Und an so Tatsachen, dass unter den Ureinwohnern von Alaska Herzrhythmusstörungen nicht vorkommen. Also testete man Omega 3
und fand:
Omega 3 reduziert Vorhofflimmern
um 54%.
War also genauso gut oder knapp besser als die drei wirksamen Präparate. Wobei ich immer anmerken darf, dass die Dosis Omega 3 noch lange nicht optimal war. Da ist noch Luft nach oben.
Fazit: Es geht auch anders. Die Natur ist stärker als die Pharmaindustrie. Entscheidend: Die Natur ist die harmlosere Alternative. Keine Nebenwirkungen.
Frage: Bekommt jetzt jeder Herzpatient auf der Intensivstation Omega 3? Wirklich? Oder doch eher Betablocker oder Amiodarone? Warum ist das so?
Quelle: J Am Coll. Cardiol., Vol 45, Iss 10, 17 Mai 2005, 1723
Siehe auch News „Mediziner und Ärzte“
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